Die Studie untersucht Gottesbilder von Sechst- und Zehntklässlern. Im Zentrum stehen Zeichnungen von Kindern und Jugendlichen, die Brüche und Spannungen enthalten. Ungewohnte Darstellungen kommen zum Vorschein: "Gott" nimmt beispielsweise eine Auszeit, er beschützt und überwacht die Welt oder erscheint als Fata Morgana. Die Untersuchung orientiert sich methodologisch an der dokumentarischen Bild- und Textinterpretation: sie schafft erstmals Einsichten in das Ringen von Kindern und Jugendlichen um die eigene Gottesvorstellung. Im Fokus steht die Frage, inwiefern Kinder und Jugendliche von sich aus theologisieren. Ermöglicht der empirische Zugriff, besondere Typen des Gottesbildes zu identifizieren, so greifen exemplarisch ausgewählte systematisch-theologische Modelle diese Problemstellungen auf. Deren reflektierte Anwendung eröffnet die Möglichkeit, ein passgenaues Setting für ein weiteres Theologisieren zu konturieren.