Dieser Band bietet eine Anthologie von Stellungnahmen zu einem der umstrittensten Themen der deutschen Sprachgeschichte. Im Mittelpunkt steht die sogenannte "Fremdwortfrage", genauer: metalinguistische Reaktionen auf exogene Elemente in der deutschen Lexik. In den hier (teilweise zum erstenmal) abgedruckten Texten debattieren mehr als 100 Autoren der Periode 1478 bis 1750 (z.T. unter nationalpolitischen, bildungsprogrammatischen und ethisch-religiösen Gesichtspunkten) über die vermeintliche Überfremdung des deutschen Wortschatzes durch andere europäische Sprachen.§Das einleitende Kapitel gibt einen Überblick über zentrale Fragen, Forschungsstand und historische Entwicklung. Einführende Bemerkungen zu den Texten enthalten jeweils Angaben zum Verfasser, zum Werk und zur einschlägigen Literatur. Die beigefügten Register sollen den Zugang zum Material erleichtern.