Die in diesem Band versammelten Studien beschäftigen sich mit der Entwicklung der islamischen Glaubensinhalte und rechtlich-moralischen Werte und Normen in verschiedenen Regionen der ehemaligen Sowjetunion, insbesondere in Russland (Tatarstan), im Kaukasus (Aserbaidschan und Dagestan) und in Mittelasien (Usbekistan und Tadschikistan). Im Vordergrund stehen die unterbrochene oder abgebrochene religiöse Tradierung, die Diversität des regionalen Islams, und staatliche Repressionsmaßnahmen sowie Prozesse der Anpassung und Neuorientierung in sowjetischer Zeit wie nach dem Ende der Sowjetunion. Die einzelnen Fallstudien basieren auf neu zugänglichem Archivmaterial oder auf Feldforschungsergebnissen. Zum großen Teil entstanden die Studien im Rahmen eines von der Volkswagen-Stiftung geförderten Projekts zur islamischen Bildung im sowjetischen und postsowjetischen Raum.§