Carte Max Lingner Thomas Flierl

Max Lingner

Das Spätwerk 1949-1959. Chronik, Aufsätze, Erinnerungen, Dokumente

Limbă: germană
Legare: Carte broșată
Editura: Lukas Verlag
Disponibilitate: șansă 50%
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156.26 lei
Als Max Lingner im März 1949 aus Frankreich nach über zwanzigjährigem (nach 1933 erzwungenem) Exil n...

Informații despre carte

Limbă
germană
Legare
Carte - Carte broșată
Publicat
2013
Pagini
222
EAN
9783867321549
ISBN
386732154X
Enbook ID
01882794
Editura
Greutate
1048
Dimensiuni
242 x 300 x 17

Descriere completă

Als Max Lingner im März 1949 aus Frankreich nach über zwanzigjährigem (nach 1933 erzwungenem) Exil nach Deutschland zurückkehrte, war er sechzig Jahre alt und längst ein renommierter Maler und Zeichner. Seine französischen Erfahrungen bei der künstlerischen Gestaltung engagierter Zeitungen und Zeitschriften, die Dekorationen großer Volksfeste der Pariser Arbeiterschaft und schließlich seine Malerei stießen in der SBZ bzw. DDR zunächst auf große Resonanz. Seine Kunst zeige einen "neuen Menschentypus, der stolz und§hell in die Zukunft schreitet", und er verkünde ihn "in einer Formen- und Farbsprache, die auf das Wesentliche abzielt und in die die Erfahrungen der modernen Malerei organisch einbezogen sind". ("Neues Deutschland" vom 23. Juli 1949) Die Ausstellung seiner mitgebrachten Werke 1949 und die Gestaltung der Maifeier 1950 im Berliner Lustgarten galten als Ermutigung für ein Zusammengehen von Sozialismus und§Moderne, von "französischer Heiterkeit und deutscher Rustikalität des Strichs".(Gerhard Strauss in "Deutschlands Stimme" vom 29. Juli 1949)§Doch die von der sowjetischen Besatzungsmacht und SEDDogmatikern entfachte "Formalismus-Kampagne" sowie der Argwohn gegenüber "Westemigranten" gingen auch an Lingner nicht spurlos vorüber. Er machte politische und künstlerische Konzessionen, die seiner Position als Künstler abträglich waren. Mit dem Wandbild am Haus der Ministerien schuf er in einer gewaltigen Anstrengung (1950 52)das Gründungsbild der DDR. Während er als Buchillustrator an seine früheren Arbeiten anzuknüpfen vermochte, fand er nach dem Monumentalbild nur schwer zur Malerei zurück. Von den vier geplanten Bildern zur "Revolutionären Geschichte des deutschen Volkes" konnte er nur eines zum Bauernkrieg vollenden. Seine offiziellen Positionen wahrend, hielt er sich unter Hinweis auf seine Krankheit aus Debatten zunehmend heraus, trat eher gemäßigt auf. Unter Künstlerkollegen, die sein Drama erkannten, durchaus geachtet, blieb für die spätere Neuaneignung der Moderne in der Kunst der DDR vor allem Lingners Werk der französischen Jahre ein Bezugspunkt.§Mit Beiträgen von Günter Feist, Thomas Flierl, Eckhart J. Gillen, Martin Groh, Fritz Jacobi, Katharina Köpping, Harald Metzkes, Ulrike Möhlenbeck, Jens Semrau und Angelika Weißbach sowie einem umfangreichen Dokumentenanhang.

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