Keramik ist seit Jahrtausenden ein zentraler Bestandteil der chinesischen Kunst und Kultur. Sie wurde im Alltag verwendet, diente rituellen Zwecken oder auch als Grabbeigabe. Mit 174 Stücken aus der Zeit zwischen 1050 v. Chr. und 1280 n. Chr. bietet die qualitativ herausragende, bislang unveröffentlichte Sammlung Dr. Heribert Meurer ein beeindruckendes Panorama der Funktionen wie auch der Gefäßformen und Techniken der frühen chinesischen Keramik; ergänzt um 31 Objekte des GRASSI Museums Leipzig, wohin die Sammlung 2017 gestiftet wird. Schwerpunkte der Sammlung liegen auf Keramiken der Tang- und der Song-Dynastien. Beispiele der bekannten Sancai ("Dreifarben") Bleiglasur, der Seladon-Porzellane aus Yueyao, Yaozhou und Longquan wie auch der Changsha-Ware, sog. Joan-Schwarzporzellan aus der Präfektur Jianyang und Qingbai-Ware aus den südlichen Brennstätten der Song-Zeit zeigen den Reichtum, die Vielfalt, hohe Qualität und den besonderen Reiz frühchinesischer Keramik.