Sie haben die körnigen Aufnahmen des weißen Zeltes im Garten gesehen, bei einem Bier darüber gestritten, wie eine ruhige Häuserzeile in Gloucester zwölf junge Frauen unter ihren Böden beherbergen konnte. Die Schlagzeilen lieferten das Gerippe. Das Hirn dahinter nie.
Dieses Buch zeigt Ihnen das Hirn.
Vergessen Sie die Version, in der Fred das Monster und Rose die Marionette ist. Hinter der Tür von Cromwell Street 25 spielte sich die perfekte Partnerschaft zweier beschädigter Köpfe ab, die einander 1969 erkannten und nie wieder losließen. Sie errichteten ein Königreich aus Kellern, Haken, Seilen und Schweigen, und das Land ging ein Vierteljahrhundert daran vorbei, ohne einen Funken Argwohn.
In diesen Kapiteln begegnen Sie jedem Opfer als Mensch, bevor Sie ihm als Leiche begegnen. Sie sehen die älteste West-Tochter unter der Wäscheleine ihrer Mutter liegen, während die Familie sieben Jahre Witze über sie reißt.
Warum grinste Fred durch jedes Verhör, als gehörten die Leichen jemand anderem? Warum bat Rose, nachdem ihr Mann sich erhängt hatte, mit ihrer Zeitschrift allein gelassen zu werden? Welche Chemie verwandelt zwei Niemande in methodische Raubtiere?
Die Antworten liegen in der Architektur dessen, wie ein beschädigtes Kind beschließt, andere Menschen zu betrachten. Sie werden verstehen, wie ein Küchenanbau über einem toten Kleinkind errichtet wird und wie eine Ehefrau hinter Glas Notizen macht, während ihre Töchter beschreiben, was sie ihnen im Keller angetan hat.
Die Wests waren keine Laune der Natur, sondern das Produkt eines Schadens, der auf gesellschaftliche Nachlässigkeit traf. Die Ernte lag bereit; sie mussten nur geduldig sein.
Dies ist der Fall, befreit vom Theater der Boulevardpresse, von der tröstlichen Distanz, die Sie sich einreden lässt, in Ihrer Straße könne so etwas nicht geschehen. Es könnte. Es ist geschehen.
Sie werden nach dieser Lektüre nicht gut schlafen. Das ist der Sinn der Sache.