Núria, Conxita und Montse sind noch Kinder, als sie nach dem Tod des Vaters ihr Dorf in den Pyrenäen verlassen, um zusammen mit ihrer Mutter nach Argentinien auszuwandern. Sie, die sich so nahestanden, entfremden sich zunehmend. Jede der drei Schwestern geht dort ihren eigenen Weg. Erst als sie Jahrzehnte später das Haus ihrer Tante gemeinsam erben, finden sie in ihrem katalanischen Heimatdorf wieder zusammen. Subtil erkundet Tóibín die fragile Architektur der Beziehung zwischen Töchtern und Mutter, voller Zwischentöne, Verletzlichkeit und jener tiefen Melancholie, die mit Entwurzelung und dem Ringen um Zugehörigkeit in einer fremden Gesellschaft einhergeht. »Die Schwestern« ist eine eindringliche Erzählung über Erinnerung und die Möglichkeit von Versöhnung.