Wie können wir den Titel dieser Novelle verstehen? - Ist er vielleicht ironisch gemeint? - Oder was überhaupt verstehen wir unter Talent? - Was macht den Erfolg eines Menschen innerhalb der ihn umgebenden Gesellschaft aus? - Talent? - Übung? - Anpassung? - Eine glückliche Fügung? - Welterkenntnis und Selbsterkenntnis sind nicht gänzlich voneinander unabhängig, doch markieren sie zwei Richtungen, die man ansteuern kann. Am Ende des Weges begegnen sich beide vielleicht wieder und schließen den Kreis; doch niemand kennt im voraus die Länge des Weges.
Einzig Platon hat gesehen, dass die Wurzel des Erkennens, ihre eigentliche Substanz, könnten wir sagen, gerade in der Unzulänglichkeit der menschlichen Gaben besteht, in der furchtbaren Tatsache, dass der Mensch - nicht weiß. ... Der Mensch indessen ist die lebende Unzulänglichkeit, der Mensch hat Wissen nötig und nimmt zu seiner Verzweiflung wahr, dass er nichtwissend ist. (Jose Ortega y Gasset, GW)
"Im Sein selbst klafft ein 'hiatus irrationalis', der durch keine Anstrengung des Denkens geschlossen werden kann." (Ernst Cassirer, Philosophie der symbolischen Formen, 3. Teil, Phänomenologie der Erkenntnis)