Sabahattin Ali (1907-1948) war ein bedeutender türkischer Schriftsteller, der sich vor allem durch sozialkritische Kurzgeschichten auszeichnete und sich bis heute besonders in linken Kreisen großer Beliebtheit erfreut. Seine Geschichten spielen in der Stadt, auf dem Land oder auf dem Wasser. Sie bewegen sich oft im ärmlichen Milieu und stellen Außenseiter und soziale Randexistenzen in den Mittelpunkt. Meist von einer pessimistischen Grundstimmung getragen, kritisieren sie gesellschaftliche Missstände wie die Armut der unteren Schichten und deren Machtlosigkeit gegenüber der herrschenden Elite, wobei sie bisweilen revolutionäre Züge tragen. Dieser Band enthält eine Auswahl bisher noch nicht übersetzter Kurzgeschichten dieses sozialistisch geprägten Autors und Journalisten.